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Das Jimi-Hendrix-Erbe
Jean-Paul Bourelly "Vibe Music"
Jean-Paul Bourelly: guit, T.M. Stevens: b, Will Calhoun: dr
Schon seit Jahren ist der Gitarrist Jean-Paul Bourelly nicht nur Verwalter des Jimi-Hendrix-Erbes, sondern entwickelt diese einzigartige Tradition durch unterschiedliche Projekte weiter, um sie am Leben zu erhalten. Seine musikalische Identität hat er deshalb aber nicht verloren: "Als ich ihn mit zehn Jahren erstmalig hörte, sagte ich mir nicht, das will ich irgendwann tun, sondern ich hatte das Gefühl, das tue ich.
Es war bereits in mir. Ich hatte nie das Gefühl, etwas zu kopieren, sondern etwas, das schon in mir vorhanden war, so zu lernen, daß ich es spielen konnte", begründete er gegenüber der Zeitschrift Jazzthetik seine Nähe zu Jimi Hendrix. Nein, ein schlichter Hendrix-Epigone ist Bourelly nicht: In Chicago, seiner Geburtsstadt, sog er in den ersten 18 Jahren seines Lebens den Blues in sich auf. Nachdem er nach New York übergesiedelt war, wo er seine Karriere als Jazzmusiker eindrucksvoll in der Band von Elvin Jones begann, war nach kurzer Zeit sein bluesig-bauchiger Ton das Erkennungszeichen für den Gitarristen. Schon bald arbeitete er mit so unterschiedlichen Musikern und Bands wie Marc Ribot, Cassandra Wilson und Defunkt zusammen. Mittlerweile ist Jean-Paul Bourelly ein musikalischer Kosmopolit, der keine Szene braucht, um zu wissen, was er spielen soll: "Es ist nur noch eine Frage, rechtzeitig die Flugtickets zu besorgen". Aber obwohl Bourelly ein überaus kreativer Musiker ist, hat er während seiner Karriere nur selten CDs unter eigenem Namen veröffentlicht. Seine rauhe Expressivität und rohe Energie sind eben nicht in Einklang zu bringen mit der Arbeit im Studio, sondern entwickeln ihre suggestive Kraft erst live der Bühne - deshalb sind Konzerte mit diesem Ausnahmegitarristen immer ein besonderes Erlebnis.
16.10., Forum, 19.30Uhr; Guitar Summit
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