leverkusener jazztage

Mobile Eingreiftruppe in Sachen Jazz Dance

Gus Giordano "Chicago Jazz Dance"

Wenn man den Stimmen derer glaubt, daß das einzige, was Amerika zur internationalen Geschichte der Musik wirklich beigetragen habe, sei der Jazz gewesen, so fällt es nicht schwer, auch den Jazz Dance als originär amerikanisches Ausdrucksmittel zu begreifen. Die Company des Tänzers, Choreographen, Pädagogen und Fachbuch-Autors Gus Giordano geht auf eine Jazz-Dance-Truppe aus den frühen 60er Jahren zurück, die seinerzeit vorzugsweise in TV-Shows auftrat und für die Werbe-Industrie tätig war. Durch reinen Zufall erlangte die Company überregionale Geltung: Als 1968 das Bolschoi-Ballett auf seiner Amerika-Tournee auch Station in Chicago machte, wollten sich die sowjetischen Tänzer ein Bild von amerikanischem Jazz Dance machen und sahen durch Vermittlung einer Kritikerin eine Produktion von Gus Giordanos Truppe. Die Bolschoi-Tänzer waren hiervon derart beeindruckt, daß sie die Company in die Sowjetunion einluden. Von jenem Zeitpunkt an gilt die inzwischen als Gus Giodano Jazz Dance Chicago firmierende Truppe als eine Art mobiles Einsatztruppe in Sachen Jazz Dance, die das erklärte Ziel hat, jene ureigenste Ausdrucksform amerikanischen Tanzes international zu propagieren. Es folgten weitere Gastspiele in der Sowjetunion, sowie in Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Japan, wo Gus Giordano Jazz Dance Chicago ihre Heimatstadt auf zahlreichen Festivals vertraten.

Jazz Dance Projekt; 13.10. 19:30, Forum