leverkusener jazztage

Der Archivar

John Mayall & The Bluesbreakers

Auch wenn John Mayall im November 64 Jahre alt wird, setzt er sich noch lange nicht zur Ruhe: Als Archivar in eigener Sache zeigt er sich auf seiner aktuellen CD "Blues For The Lost Days" (Silvertone/RTD), auf der er seinen zum Teil schon verstorbenen Vorbildern huldigt und seine musikalischen Wurzeln offenlegt. john Seit nunmehr 40 Jahren ist der 1933 in Manchester geborene John Mayall auf der Blues-Szene präsent und vor allem seine Bluesbreakers-Besetzungen aus den 60er Jahren sind legendär. Denn damals nutzten zum Beispiel die beiden Gitarristen Eric Clapton und Peter Green diese Band als Startrampe für ihre eigenen Karrieren. Auch in den folgenden drei Jahrzehnten standen oftmals Gitarristen bei John Mayall & The Bluesbreakers im Mittelpunkt: "Klar hat es immer wieder gute Gitarristen in meinen Bands gegeben, schließlich ist die Gitarre bei mir in der Regel das melodieführende Instrument", gab er dem Roots-Music-Magazin Blue Rhythm zu Protokoll. John Mayall selbst hat in den 40 Jahren seiner Karriere alle Höhen und Tiefen des Popbusiness erlebt. Galt er in den 60ern als Kultfigur, so geriet er in den 70ern beinahe in Vergessenheit und mußte einen Trick anwenden, um im Gespräch zu bleiben: Er nannte ein Album "No More Interviews" und sofort wollten zahlreiche Journalisten eben ein solches mit ihm führen. In den 80ern nahm er wieder einige recht erfolgreiche Alben auf, doch erst die 1993 auf Silvertone veröffentlichte und unter anderem mit Buddy Guy und Albert Collins eingespielte CD "Wake Up Call" hat die außerordentliche Stellung offenbart, die diese Vaterfigur der britischen Bluesmusik weltweit einnimmt.

Nothing But The Blues; 14.10. 19:30, Forum