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Interkulturell
Sally Nyolo
In zwei verschiedenen Kulturkreisen ist die Sängerin und Komponistin Sally Nyolo groß geworden: Als Kind war sie umgeben von der vielschichtigen Musik-Kultur ihrer afrikanischen Heimat Kamerun, aber als sie im Alter von 13 Jahren nach Paris kam, wurden Rock und Reggae ihre Bezugspunkte. Während ihres Jurastudiums war sie Sängerin in Pariser Clubs, arbeitete für den französischen Rockstar Jaques Higelin und sang für so unterschiedlichen Musikern wie Toure Kunda und Tony Childs.
Eine Wende in ihrer Karriere war 1993 das Treffen mit der Zap-Mama-Chefin Marie Daulne. "Marie Daulne suchte eine Sängerin, doch ich wollte nicht vorsingen. Aber wir hatten eine gemeinsame Freundin, die unsere Art zu Singen sehr gut kannte und uns zusammenbrachte", erzählte sie der englischen Zeitschrift Folk Roots. Während ihrer Zeit bei Zap Mama war sie mit ihrer einzigartigen Gesangskunst das harmonische und rhythmische Fundament für diese Vokalformation. Ebenfalls 1993 gründete sie auch ihre eigene Band, mit der sie im letzten Jahr die vielbeachtete CD "Tribu" (Melodie/EFA) veröffentlichte. Doch anders als bei Zap Mama begleitet sie sich hier nicht nur mit Perkussionsinstrumenten: Die Aussage, "auch Gitarre und Baß setzen unaufdringliche Akzente, wenn die Sängerin aus Kamerun mit Elan den eindrucksvollen Reichtum an Themen, Rhythmen und Melodien ihrer Heimat präsentiert" (Jazz thing Nr. 17), offenbart Sally Nyolos Konzept des interkulturellen Austauschs über Ländergrenzen hinweg.
Roots, Tribes, Grooves!, Forum, 11.10., 20:00
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