leverkusener jazztage

11Verve Night

Freitag, 17.10., Forum, 19:30        Adresse
Eintritt: DM 48,- / AK 54,-

Verve Night
Auch wenn das Renommier-Label Verve 1994 seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, so ist das Gründungsdatum nicht genau festzulegen: Am 2. Juli 1944 veranstaltete der Jazz-Impresario Norman Granz im Philharmonic Auditorium von Los Angeles sein erstes großes Konzert, das er mitschnitt und 1946 auf LP veröffentlichte. Daraus entwichelte sich die überaus populäre Reihe "Jazz At The Philharmonic". Nachdem Granz in den 40er und 50er Jahre seine beiden Labels Clef und Norgran etabliert hatte, rief er 1956 Verve ins Leben, um seine Label-Aktivitäten unter einem Namen weiterzuführen. Neben Aufnahmen aus dem umfangreichen Katalog veröffentlicht Verve heutzutage zahlreiche CDs von so unterschiedlichen Musikern wie Ornette Coleman, Joe Henderson, John Scofield und Roy Hargrove. Und auch in diesem Jahr wurde dieses Renommier-Label zum wiederholten Mal von der amerikanischen Zeitschrift Down Beat in deren Critics Poll als bestes Jazzlabel des Jahres ausgezeichnet.

bugge Bugge Wesseltoft "New Conception Of Jazz"
Bugge Wesseltoft: p, org, synth, darbouka, Eivind Aarseth: guit, Ingebrigt Flaten: b, Anders Engen: dr, Vidar Johansen: bcl, Erlend Gjerde tp, Jan Bang: rmx, sampling, Klare Lystad: sound
Der Norweger Bugge Wesseltoft ist als Keyboarder und Pianist kein unbeschriebenes Blatt mehr: So arbeitete er bereits als Sideman für Jan Garbarek, Terje Rypdal und Billy Cobham. Der Titel seiner aktuellen CD, "New Conception Of Jazz" (Sonet/Motor), ist programmatisch: Bugge Wesseltofts musikalisches Konzept umfaßt so gegensätzliche Stilistiken wie Jazz, Drum´n´Bass, HipHop und Techno, ohne daß sich er und seine Musiker von zeitgeistigen Trends irritieren lassen.

Abbey Lincoln Quintetabbey
Unter dem Einfluß ihres Ex-Mannes, Max Roach, führte Abbey Lincoln mit ihrer tiefen Altstimme die Tradition von Billie Holiday fort. Auf ihrer aktuellen CD, "Who Used To Dance" (Verve/Motor), präsentiert sie sich erneut als eine Jazz-Sängerin, die sich ganz einem entspannten und einfühlsamen Mainstream-Jazz verschrieben hat.

joehend Joe Henderson: Porgy And Bess, 100 Years Gershwin
Am 26. September 1898 wurde der Pianist und Komponist George Gershwin in Brooklyn geboren. Viele der Songs aus seiner Oper "Porgy And Bess", die 1935 uraufgeführt wurde, hielten bald Einzug ins Jazz-Standard-Repertoire. Der mehrfache Grammy-Gewinner und Tenorsaxophonist Joe Henderson, der 1992 mit seinem Billy-Strayhorn-Tribut "Lush Life" für Furore gesorgt hatte, nahm sich jetzt der Songs dieser Gershwin-Oper an: Gemeinsam mit so renommierten Jazz-Musikern wie John Scofield, Dave Holland und Jack DeJohnette war er im Studio, um seine Version von "Porgy And Bess" (Verve/Motor) aufzunehmen.

Roy Hargrove´s "Crisol"
Roy Hargrove: tp, Chucho Valdez: p, David Sanchez: sax, Frank Lacy: tb, roy `El Negro´ Horacio Hernandez: dr, `Changuito´ Jose Luis Quintana: timb, `Anga´ Miguil Diaz: cga, John Benitez: b, Gary Bartz: sax, Russel Malone: guit, Eve Cornelious: voc
Der Trompeter Roy Hargrove hat auf seiner neuen CD "Habana" (Verve/Motor) die afro-kubanische Musik entdeckt. Für sein grenzübergreifendes Tentett Crisol - was im Spanischen soviel bedeutet wie "Schmelztiegel" - hat er einige der besten US-amerikanischen und kubanischen Musiker zur Mitarbeit gewinnen können, wie zum Beispiel Gary Bartz, David Sanchez, Chucho Valdez und Horacia Hernandez.